Henna-Tattoo-Guide: Das muss man beachten

Henna Tattoo Guide: Alles, was du über Henna wissen musst

So gut wie jedes Mädchen kennt die Fotos von schönen bemalten Händen und wünscht sich nichts mehr, als sich im Urlaub die eigenen Handoberflächen bemalen zu lassen. Denn das Gute daran: Diese Tattoos sind nur temporär und verschwinden mit der Zeit wieder. Doch es gehört einiges mehr dazu, was man über Henna-Tattoos wissen sollte. Alle Infos gibt’s hier in unserem Guide.

Was ist Henna?

Bei Henna handelt es sich eigentlich um eine Pflanze aus dem Mittleren Osten. Das Pulver für die färbende Paste wird aus den getrockneten und zermahlenen Blättern des Hennastrauchs gewonnen. In den orientalischen Ländern werden Henna Tattoos dafür verwendet, um Bräute bei ihren Hochzeiten zu schmücken und zu segnen. Denn die verschnörkelten Muster haben eine ganz besondere Bedeutung und verheißen Glück und Gesundheit. Hauptsächlich werden die Hände und Füße mit den Kunstwerken verziert, aber auch bereits im frühen Pharaonenzeitalter wurden die Mumien mit der Pflanzenpaste bemalt.

Welche Farbe hat echtes Henna Pulver?

Echtes Henna-Pulver besitzt eine grünbraune Farbe und dunkelt erst auf der Haut zu dem typischen rotbraunen bis mahagoni-farbenen Ton nach. 

Wie lange hält ein Henna Tattoo?

Das Tolle an einer Henna-Tätowierung ist, dass diese nach einer gewissen Zeit auch wieder verschwindet – ganz im Gegensatz zu einem richtigen Tattoo, das man sich in die Haut stechen lässt. Bei Henna wird ein Farbstoff namens „Lawsone“ verwendet, der sich mit der obersten Hautschicht vermischt. So ist zu Beginn der Farbton extrem intensiv und wird von Tag zu Tag schwächer, je nachdem, wie viel man diese Körperstelle benutzt. Aus diesem Grund bleibt eine Henna-Bemalung an den Handinnenseiten kürzer erhalten, wie auf dem Handrücken. In der Regel sagt man, dass der Farbton in den ersten zwei Wochen am Intensivsten ist und dann immer mehr verschwindet, bis das Tattoo dann spätestens nach sechs Wochen endgültig verblasst ist.

Wer das Kunstwerk also möglichst lang auf seiner Haut behalten möchte, sollte aufpassen, dass diese nicht zu stark abscheuert und sich abreibt.

Welche Körperstellen eignen sich für Henna Tattoos?

Henna Tattoos sehen am besten an Füßen, Fußgelenken, Händen und Handgelenken aus. Aber auch Arme und Beine können mit der braunen Paste bemalt werden. Beachtet aber: Da eure Haut an den Händen und Füßen am dicksten ist, wird das Farb-Ergebnis hier am dunkelsten. An den übrigen Körperstellen wird die Pflanzenfarbe ein etwas helleres Muster erzielen. Wer experimentierfreudig ist, kann sich ein Henna-Tattoo auf den Rücken malen lassen. Sieht vor allem im Sommer mit luftigen Tops sehr hübsch aus!

Sind Henna Tattoos gefährlich?

Immer wieder hört man Horrorgeschichten, dass allergische Reaktionen auf Henna-Bemalungen stattgefunden haben. Doch was steckt dahinter? Kann es wirklich zu gefährlichen Verbrennungen kommen, wenn man sich eine pflanzliche Paste auf die Haut malt? Dabei will man doch nur ein schönes Accessoire in Form von einem zeitweiligen Tattoo aus den Ferien mit nach Hause nehmen. Doch vor allem an Touristenorten wird immer wieder gepantschte Henna-Farbe an die Reisenden verkauft. Und diese freuen sich, denn es ist billiger als die Originalfarbe. Doch das Hinzufügen des Farbstoffes PPD – welches eigentlich für das Färben von Haaren verwendet wird – kann sehr gefährlich werden. Denn dabei kann nicht nur eine allergische Reaktion stattfinden, es kann außerdem im schlimmsten Fall sogar die Leber schädigen.

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Verbrennungen treten häufig bei billiger und schlechter Hennafarbe auf. So ging es auch der 22-jährigen Sophie Akis, die mit ihrer Familie in Marokko Urlaub machte. Da sie ebenfalls ein großer Fan der schön verzierten Handbemalungen ist, wollte sie sich am Strand für umgerechnet ca. 5 Euro, was ein Schnäppchen war, ein Henna-Tattoo auf beide Handrücken zeichnen lassen. Doch das wurde für sie zum Alptraum, denn nach nur wenigen Stunden schwollen beide Hände extrem an und es bildeten sich immer größer werdende Blasen an den Stellen, wo die Henna-Mischung aufgetragen wurde. Sie konnte nur von Glück reden, dass das einen Tag vor ihrer Rückreise passierte, denn so konnte sie gleich nach ihrer Heimkehr sofort ein Krankenhaus aufsuchen und sich fachärztlich behandeln lassen. Anscheinend habe sie allergisch auf die Paste reagiert, was Sophia eigentlich schleierhaft war, denn schon früher kam sie mit Henna in Berührung und bis dato passierte nichts dergleichen. Sie geht also davon aus, dass es sich bei dieser Farbe um eine schlechte Mischung aus den billigsten Zutaten handeln müsse.

Sobald also Rötungen, ein brennendes Gefühl, Schwellungen oder ein unangenehmer Juckreiz auftreten, sollte man sich die Paste sofort abwaschen und im schlimmsten Fall gleich einen Arzt aufsuchen. Außerdem sollte man sich vor allem von schwarzem Henna fern halten, denn je dunkler die Farbe, umso höher ist der Anteil an PPD und das Risiko eines allergischen Schocks.

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© unsplash

Henna Tattoo selber machen

Nichts desto trotz kann man eine Sache nicht abstreiten: Die verschnörkelten Bemalungen auf den Handrücken sehen einfach toll aus und sind nur temporär. Auch Stars wie Rihanna schwören auf diesen Trend. Jedoch zieht es einen aus den verschiedensten Gründen in den Ferien nicht immer an Orte, wie Indien oder Marokko, und so stellt sich die Frage: Wie komme ich dennoch an eine Henna-Tätowierung? Teilweise werden sie sogar in einigen Läden in Deutschland angeboten, da muss man sich nur durchfragen. Es ist jedoch auch möglich, sich diese Paste selbst zusammen zu mischen und daraus ein schönes Event mit der Mädels-Clique zu machen. Und das braucht man dafür:

1. Henna-Farbe

Grundsätzlich kann man die Farbe eigentlich schon in extra Spritztüten abgepackt in indischen Fachmärkten oder online kaufen. Sollte man sich aber dazu entscheiden, die Paste eigens zusammen zu mischen, gibt es das Henna-Pulver ebenfalls online zu bestellen. So kann man zu hundert Prozent sicher gehen, was für Inhaltsstoffe vorhanden sind. Das wird dann mit etwas warmem Wasser (wichtig!) angerührt, bis eine ebenmäßige und cremige Masse entsteht. Die Temperatur des Wassers ist hier sehr wichtig, denn dank der Wärme verbindet sich die Farbe leichter mit der Haut.

2. Spritztüte mit dünnem Ende 

Um schöne und gleichmäßige Muster ziehen zu können, füllt man die Henna-Paste am besten in eine Spritztüte um. Hierfür kann man ganz einfach eine Dekor-Spritztüte aus der Backabteilung nehmen. Wichtig ist hier jedoch, dass man auf die Dicke des Endes achtet, denn je dünner das Loch, aus dem die Paste gedrückt wird, umso filigraner und schöner wird am Ende die Zeichnung.

3. Eine Mal-Schablone 

Die Schablonen sind vor allem für Anfänger gut geeignet, die sich im Freihandzeichnen noch relativ schwer tun. Auch diese findet man in den verschiedensten Variationen online. Man sollte sie dann möglichst ebenmäßig auf die Haut legen, um am Ende kein schiefes Ergebnis zu haben

4. Zahnstocher und Wattestäbchen 

Hiermit kann man kleine Patzer ausbessern und feine Muster zeichnen. Achtung: Je länger die Farbe auf der Haut ist, umso schlechter ist sie wieder abzuwischen. Hier heißt es: Schnell sein!

5. Ein bisschen Olivenöl oder eine fettige Bodylotion

Zu Beginn sollte man auf jeden Fall darauf achten, dass die Haut schön sauber und trocken ist. Je länger man die Henna-Farbe einwirken lässt, umso intensiver ist am Ende der Effekt. Sobald man mit der Zeichnung fertig ist, wird das Tattoo dann mit ein wenig Wasser und einem Wattepad oder Schwämmchen etwas befeuchtet. Die Verbindung aus Wasser und Farbe verstärkt noch einmal den Effekt. Dann heißt es warten, denn die Paste muss komplett getrocknet sein, bevor man sie entfernen kann. Dies sollte dann eigentlich relativ einfach gehen. Nachdem alles entfernt wurde, braucht man nur noch die Tattoo-Stelle mit dem Öl oder der Lotion eincremen. Und schon ziert ein wunderschönes Kunstwerk für einige Zeit die Haut.

Wie entfernt man ein Henna Tattoo? 

Henna Tattoos lassen sich nicht einfach abwaschen, da die oberste Hautschicht eingefärbt wird. Erst wenn sich die Haut abträgt (das geschieht bei der obersten Hautschicht alle 2-3 Wochen), verliert das Tattoo die Farbkraft. Wenn du dein Henna Tattoo allerdings schon früher loswerden willst, haben wir hier ein paar Tipps für dich.

1. Baden gehen

Weiche deine Haut ein, indem du ein heißes Bad nimmst. Danach schrubbst du die entsprechende Hautpartie nach dem Baden mit einem Handtuch ab. Leider musst du diesen Vorgang täglich wiederholen, um ein möglichst schnelles Ergebnis zu erzielen. 

2. Duschen gehen

Auch beim Duschen kannst du versuchen, das Henna Tattoo verschwinden zu lassen. Dazu schrubbst du die betroffene Hautstelle sorgfältig mit einem Luffa-Schwamm und reibst sie beim Abtrocknen mit dem Handtuch ab. Auch diesen Vorgang musst du einige Male wiederholen. 

3. Peeling

Wenn du beim Duschen ein Peeling verwendest, kannst du damit auch die Abtragung der obersten Hautschicht beschleunigen. 

Wo kann man sich Henna Tattoos machen lassen?

Wenn du dir nicht selbst ein Henna Tattoo machen willst, kannst du es natürlich auch von einer anderen Person machen lassen. Zum Beispiel kannst du deine beste Freundin um Hilfe bitten. Natürlich kannst du das Auftragen eines Henna Tattoos aber auch dem Profi überlassen. Besonders in Urlaubsregionen, sind häufig kleiner Henna Tattoo-Stände zu finden. Achte hier allerdings auf gängige Hygiene-Standards. Ansonsten gibt es aber auch hierzulande auf Stadtfesten oder ähnlichen Veranstaltungen Stände, an denen man sich ein Henna Tattoo aufmalen lassen kann. 

Was kostet ein Henna Tattoo?

Eine Tube Hennapaste gibt es schon ab etwa drei Euro. Wenn du das Bemalen lieber einem Fachmann überlassen möchtest, wird der Preis von der Größe des Tattoos abhängen. Mittelgroße Henna Tattoos können um die 20 bis 30 Euro kosten.

Darf man mit dem Henna-Tattoo in die Sonne?

Sonneneinstrahlung stellt bei einem Henna-Tattoo kein Problem dar. Ganz im Gegenteil: Die Sonne wärmt den Körper und das kann den Farbeffekt an der Körperstelle intensivieren. Achte trotzdem immer auf einen Sonnenschutz, wenn du dich in der Sonne aufhältst!

Wie schütze ich mich vor Hautreizungen durch ein Henna Tattoo?

Sollte nach dem Auftragen der Henna Farbe die Haut anfangen zu jucken, sollte man nicht lange fackeln und alles so schnell wie es geht abwaschen. Die Hautreizungen sollten in jedem Fall nicht einfach so hingenommen und ausgehalten werden! Juckt und brennt das Henna Tattoo nämlich, könnten gefährliche Chemikalien in der Farbe enthalten sein. 

Henna Tattoo-Tutorial

Auch die YouTube-Stars Viktoria und Sarina sind den schönen Bemalungen verfallen und haben dazu direkt mal ein Video gedreht

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Schriftzüge, das in den 90igern beliebte „Arschgeweih“ oder Bildmotive: Tattoos zählen neben Piercings zum beliebtesten Körperschmuck. Mittlerweile ist etwa ein Viertel der Deutschen zwischen 16 und 26 Jahren tätowiert, Tendenz steigend. Weiterlesen
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