• Henna-Tattoo-Guide: Diese Dinge solltest du unbedingt beachten!

    Wir lieben Henna-Bemalungen! Hier erfährst du alles wichtige darüber

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Henna-Tattoo-Guide: Das muss man beachten

So gut wie jedes Mädchen kennt die Fotos von schönen bemalten Händen und wünscht sich nichts mehr, als sich im Urlaub die eigenen Handoberflächen bemalen zu lassen. Denn das Gute daran: Diese Tattoos sind nur temporär und verschwinden mit der Zeit wieder. Doch es gehört einiges mehr dazu, was man über Henna-Tattoos wissen sollte. Alle Infos gibt’s hier in unserem Guide.

Henna-Tattoo-Guide: Das muss man beachten

Was ist Henna?

Bei Henna handelt es sich eigentlich um eine Pflanze aus dem Mittleren Osten. Das Pulver für die färbende Paste wird aus den getrockneten und zermahlenen Blättern des Hennastrauchs gewonnen. In den orientalischen Ländern werden Henna-Tattoos dafür verwendet, um Bräute bei ihren Hochzeiten zu schmücken und zu segnen. Denn die verschnörkelten Muster haben eine ganz besondere Bedeutung und verheißen Glück und Gesundheit. Hauptsächlich werden die Hände und Füße mit den Kunstwerken verziert, aber bereits im frühen Pharaonenzeitalter wurden die Mumien mit der Pflanzenpaste bemalt.

Wie lange hält ein Henna-Tattoo?

Das Tolle an einer Henna-Tätowierung ist, dass diese nach einer gewissen Zeit auch wieder verschwindet – ganz im Gegensatz zu einem richtigen Tattoo, dass man sich in die Haut stechen lässt. Bei Henna wird ein Farbstoff namens „Lawsone“ verwendet, der sich mit der obersten Hautschicht vermischt. So ist zu Beginn der Farbton extrem intensiv und wird von Tag zu Tag schwächer, ja nachdem, wie viel man diese Körperstelle benutzt. Aus diesem Grund bleibt eine Henna-Bemalung an den Handinnenseiten kürzer erhalten, wie auf den Handrücken. In der Regel sagt man, dass der Farbton in den ersten zwei Wochen am Intensivsten ist und dann immer mehr verschwindet, bis das Tattoo dann spätestens nach sechs Wochen endgültig verblasst ist.

Wer das Kunstwerk also möglichst lang auf seiner Haut behalten möchte, sollte aufpassen, dass diese nicht zu stark abscheuert und sich abreibt.

Sind Henna-Tattoos gefährlich?

Immer wieder hört man Horrorgeschichten, dass allergische Reaktionen auf Henna-Bemalungen stattgefunden haben. Doch was steckt dahinter? Kann es wirklich zu gefährlichen Verbrennungen kommen, wenn man sich eine pflanzliche Paste auf die Haut malt? Dabei will man doch nur ein schönes Accessoire in Form von einem zeitweiligen Tattoo aus den Ferien mit nach Hause nehmen. Doch vor allem an Touristenorten wird immer wieder gepantschte Henna-Farbe an die Reisenden verkauft. Und diese freuen sich, denn es ist billiger als die Originalfarbe. Doch das Hinzufügen des Farbstoffes PPD – welches eigentlich für das Färben von Haaren verwendet wird – kann sehr gefährlich werden. Denn dabei kann nicht nur eine allergische Reaktion stattfinden, es kann außerdem im schlimmsten Fall sogar die Leber schädigen.

Verbrennungen treten häufig bei billiger und schlechter Hennafarbe auf. So ging es auch der 22-jährigen Sophie Akis, die mit ihrer Familie in Marokko Urlaub machte. Da sie ebenfalls ein großer Fan der schön verzierten Handbemalungen ist, wollte sie sich am Strand für umgerechnet ca. 5 Euro, was ein Schnäppchen war, ein Henna-Tattoo auf beide Handrücken zeichnen lassen. Doch das wurde für sie zum Alptraum, denn nach nur wenigen Stunden schwollen beide Hände extrem an und es bildeten sich immer größer werdende Blasen an den Stellen, wo die Henna-Mischung aufgetragen wurde. Sie konnte nur von Glück reden, dass das einen Tag vor ihrer Rückreise passierte, denn so konnte sie gleich nach ihrer Heimkehr sofort ein Krankenhaus aufsuchen und sich fachärztlich behandeln lassen. Anscheinend habe sie allergisch auf die Paste reagiert, was Sophia eigentlich schleierhaft war, denn schon früher kam sie mit Henna in Berührung und bis dato passierte nichts dergleichen. Sie geht also davon aus, dass es sich bei dieser Farbe um eine schlechte Mischung aus den billigsten Zutaten handeln müsse.

Sobald also Rötungen, ein brennendes Gefühl, Schwellungen oder ein unangenehmer Juckreiz auftreten, sollte man sich die Paste sofort abwaschen und im schlimmsten Fall gleich einen Arzt aufsuchen. Außerdem sollte man sich vor allem von schwarzem Henna fern halten, denn je dunkler die Farbe, umso höher ist der Anteil an PPD und das Risiko eines allergischen Schocks.

Henna-Tattoo selber machen

Nichts desto trotz kann man eine Sache nicht abstreiten: Die verschnörkelten Bemalungen auf den Handrücken sehen einfach toll aus und sind nur temporär. Auch Stars, wie Rihanna, schwören auf diesen Trend. Jedoch zieht es einen aus den verschiedensten Gründen in den Ferien nicht immer an Orte, wie Indien oder Marokko, und so stellt sich die Frage: Wie komme ich dennoch an eine Henna-Tätowierung? Teilweise werden sie sogar in einigen Läden in Deutschland angeboten, da muss man sich nur durchfragen. Es ist jedoch auch möglich, sich diese Paste selbst zusammen zu mischen und daraus ein schönes Event mit der Mädels-Clique zu machen. Und das braucht man dafür:

  • Henna-Farbe: Grundsätzlich kann man die Farbe eigentlich schon in extra Spritztüten abgepackt in indischen Fachmärkten oder online kaufen. Sollte man sich aber dazu entscheiden, die Paste eigens zusammen zu mischen, gibt es das Henna-Pulver ebenfalls online zu bestellen. So kann man zu hundert Prozent sicher gehen, was für Inhaltsstoffe vorhanden sind. Das wird dann mit etwas warmem Wasser (wichtig!) angerührt, bis eine ebenmäßige und cremige Masse entsteht. Die Temperatur des Wassers ist hier sehr wichtig, denn dank der Wärme verbindet sich die Farbe leichter mit der Haut.
  • Spritztüte mit dünnem Ende: Um schöne und gleichmäßige Muster ziehen zu können, füllt man die Henna-Paste am besten in eine Spritztüte um. Hierfür kann man ganz einfach eine Dekor-Spritztüte aus der Backabteilung nehmen. Wichtig ist hier jedoch, dass man auf die Dicke des Endes achtet, denn je dünner das Loch, aus dem die Paste gedrückt wird, umso filigraner und schöner wird am Ende die Zeichnung.
  • Eine Mal-Schablone: Die Schablonen sind vor allem für Anfänger gut geeignet, die sich im Freihandzeichnen noch relativ schwer tun. Auch diese findet man in den verschiedensten Variationen online. Man sollte sie dann möglichst ebenmäßig auf die Haut legen, um am Ende kein schiefes Ergebnis zu haben.
  • Zahnstocher und Wattestäbchen: Hiermit kann man kleine Patzer ausbessern und feine Muster zeichnen. Achtung: Je länger die Farbe auf der Haut ist, umso schlechter ist sie wieder abzuwischen. Hier heißt es: Schnell sein!
  • Ein bisschen Olivenöl oder eine fettige Bodylotion

Zu Beginn sollte man auf jeden Fall darauf achten, dass die Haut schön sauber und trocken ist. Je länger man die Henna-Farbe einwirken lässt, umso intensiver ist am Ende der Effekt. Sobald man mit der Zeichnung fertig ist, wird das Tattoo dann mit ein wenig Wasser und einem Wattepad oder Schwämmchen etwas befeuchtet. Die Verbindung aus Wasser und Farbe verstärkt noch einmal den Effekt. Dann heißt es warten, denn die Paste muss komplett getrocknet sein, bevor man sie entfernen kann. Dies sollte dann eigentlich relativ einfach gehen. Nachdem alles entfernt wurde, braucht man nur noch die Tattoo-Stelle mit dem Öl oder der Lotion eincremen. Und schon ziert ein wunderschönes Kunstwerk für einige Zeit die Haut. 

Auch diese Sommersprossen kann man sich mit Henna tätowieren:

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