• Hier kommt der wahre Grund, warum du ständig dein Essen fotografierst!

    Es nervt zwar, aber wir machen es trotzdem ...

weiterlesen

Das ist der Grund, warum du ständig dein Essen fotografierst!

Food-Fotografie findet sich überall, vor allem auf Instagram gibt es Unmengen an Essens-Fotos. Doch warum spüren wir ständig den Drang, unseren Teller zu fotografieren? Den psychologischen Hintergrund erfährst du jetzt!

Deswegen fotografieren wir unser Essen

Kennst du das auch? Du gehst mit deiner besten Freundin essen oder ins Café und ihr bestellt noch einen leckeren Donut als I-Tüpfelchen dazu. Doch bevor ihr ihn überhaupt erst genießen könnt, zückt deine Freundin ihr Handy und verbietet dir, den Donut auch nur um einen Millimeter zu verschieben. Warum? Ganz klar: Das Essen muss fotografiert werden.

Doch warum haben wir das Bedürfnis unser Essen zu fotografieren? Wen interessiert schon unser Donut? Anscheinend viele, sonst würde es nicht so wahnsinnig viele Fotos auf Instagram unter dem Hashtag #foodporn geben. Dass wir immer häufiger dazu neigen, unser Essen zu fotografieren, ist jedoch nichts Neues. Laut Psychologen gibt es jetzt sogar eine Begründung dafür: Es ist eine Form der Selbstdarstellung.

Diese Fotos haben wir wohl alle schon einmal auf Instagram gepostet.

Foodfotos sind eine Form der Selbstdarstellung

Der Sozialpsychologe Alexander Bodansky der Universität Hamburg erklärt dem "Stern", dass wir so zeigen können, was wir uns an Essen leisten können und uns damit abgrenzen. Oder uns eben gerade so einer Gruppe zugehörig zeigen und sagen: „Ich mag das Gleiche wie ihr! Ich stehe auch auf Süßes!“

Und nicht nur das. Wir zeigen damit sogar auch, dass wir uns in einer Gruppe befinden und ein dementsprechend soziales Umfeld haben. Auch das ist eine Form der Selbstdarstellung. Wir zeigen, was wir haben, mögen und können.

Studie zeigt: Fotografiertes Essen schmeckt besser

Als wäre das nicht schon genug. US-Forscher haben jetzt sogar herausgefunden, dass sich das Ablichten des Essens auf den Geschmack auswirkt. Laut einer Studie des „Journal of Consumer Marketing“ schmeckt Essen, das wir fotografieren und im Netz teilen, besser, als eine Mahlzeit, die wir nicht fotografiert oder auf Instagram geteilt haben.

Komisch, denn wie kann es sein, dass Essen, das wir teilen, uns besser schmeckt? Ein Foto hat ja nichts mit dem Geschmack zu tun, und es wird doch eher kalt?! Die Psyche hat uns mal wieder voll im Griff und ausgetrickst. Woher kommt unsere Denkweise überhaupt?

Essen in Gesellschaft schmeckt den meisten Menschen besser. Man redet, tauscht sich aus und fühlt sich wohl. Ein ähnliches, jedoch künstliches Gefühl von Geselligkeit wird erzeugt, wenn man sein Essen fotografiert und teilt. Vielleicht ist das einfach die neue Form des gesellschaftlichen Rituals, gemeinsam zu speisen: Wir vergrößern die Runde einfach noch viel mehr, und dann schmeckt das Essen noch besser als im realen Leben und Freundeskreis. 

Insta-Fake entlarvt: Foodblogger-Teller sind wahre Kalorienbomben

Hoffentlich bleibt das alles nur ein Trend, der parallel läuft. Gemeinsames Essen in realer Gesellschaft ist und bleibt doch schließlich genau wie wahre Freunde unersetzbar!

Hast du schon mal eines dieser Selfie Posen auf Instagram gepostet?

Noch mehr News und Trends für dich gefällig? Dann adde uns auf Instagram: maedchen_redaktion

mehr zum Thema