12. April 2021
Panikattacken: Wie bemerkt man sie?

Panikattacken: Wie bemerkt man sie?

Panikattacken sind keine Seltenheit. Was passiert während einer Panikattacke und was kann man dagegen tun?

Panikattacke
© Pexels
Du hast eine Panikattacke? Wir wissen, was hilft.

Was ist eine Panikattacke?

Eine Panikattacke ist ein Moment intensiver Angst oder Unbehagen mit unterschiedlichen Symptomen. Darunter:

  • Beschleunigte Herzfrequenz
  • Schwitzen
  • Zittern
  • Kurzatmigkeit
  • Erstickungsgefühle
  • Schmerzen in der Brust
  • Übelkeit
  • Bauschmerzen
  • Schwindel
  • Benommenheit
  • Schüttelfrost
  • Angst, die Kontrolle zu verlieren

Panikattacken unterscheiden sich von Mensch zu Mensch. Eines ist aber sicher: Nach einer Panikattacke fühlt man sich oft erschöpft und ausgelaugt. Deshalb ist es umso wichtiger, sich im Anschluss auszuruhen und sich zu erholen. 

Was passiert während einer Panikattacke?

Bei einer Panikattacke kommt es zu einer verminderten Aktivität in einem Teil des Gehirns, der als präfrontaler Cortex bezeichnet wird. Das führt zu einer Überaktivierung in den anderen Teilen des Gehirns – genauer gesagt im Amygdala und periaquäduktalen Grau. Der präfrontale Cortex ist dafür verantwortlich, Informationen aus anderen Teilen des Gehirns zu empfangen, zu verarbeiten und sie entsprechend anzupassen. Damit ist er der Teil unseres Gehirns, der uns hilft, unsere Aufmerksamkeit zu fokussieren, die emotionalen Reaktionen vorherzusagen, zu planen und zu koordinieren. Die Amygdala vermittelt Angst und unterstützt die emotionale Verarbeitung. Das periaquäduktales Grau provoziert die Abwehrreaktionen des Körpers. Mit anderen Worten: Die Teile unseres Gehirns, die potenzielle Bedrohungen verarbeiten und darauf reagieren, übernehmen bei Panikattacken die Kontrolle. Und selbst wenn wir uns in keiner wirklichen physischen Gefahr befinden, überzeugt unser Körper das Gehirn davon, dass wir es sind. 

Was verursacht Panikattacken?

Panikattacken können aus einer Vielzahl von Faktoren resultieren wie zum Beispiel Erkrankungen, die ähnliche Symptome wie Panikattacken aufweisen (z.B. Depressionen) aber auch andere Ursachen wie Stress oder Schlafmangel. Oft können Betroffene erstmal gar nicht erklären, warum sie eine Panikattacke bekommen. Vor allem diese Verwirrung sorgt oft für ein Schamgefühl. Doch du musst dich nicht schämen. Du bist nicht allein. Es gibt viele Menschen, die aus dem Nichts eine Panikattacke bekommen. Wichtig ist, dass du darüber redest, um der Ursache auf den Grund zu gehen. 

Wie kann man Panikattacken verhindern?

Wie bereits erwähnt, kannst du deinen Panikattacken nur den Kampf ansagen, indem du mit Eltern, Freund*innen oder Ärzten*innen sprichst. Dafür musst du dich nicht schämen. Vor allem in schwierigen Zeiten wie diesen, ist es keine Seltenheit, den Kopf zu verlieren. Gemeinsam mit deinem*deiner Arzt*Ärztin kannst du eine Lösung finden, die dir hilft. Auch ist es wichtig, Substanzen wie Kaffee, Alkohol und Nikotin zu reduzieren. Zudem solltest du sicherstellen, genügend Schlaf zu bekommen und dich ausreichend zu bewegen. 

Also merke dir: Schäme dich niemals für dein Verhalten und ignoriere es nicht, sondern blicke ihm entgegen. Selbstreflexion ist der erste große Schritt auf dem Weg zur Besserung. 

Verwendete Quellen: hellogiggles.com, netdoktor.de

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