• Social-Media-Sucht: Wenn man von Likes abhängig wird

    Herzchen, Daumen hoch, Wow-Sign! Anerkennung in jeglicher Form! Doch können Likes süchtig machen?

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Social-Media-Sucht: Wenn man von Likes abhängig wird

Herzchen, Daumen hoch, Wow-Sign! Anerkennung in jeglicher Form! Doch können Likes süchtig machen?

Mädchen mit Handy

Egal, ob ein Daumen bei Facebook oder ein Herz bei Instagram: Sobald dieses kleine Symbol gedrückt wird, zeigt jemand seine Anerkennung für den Post.  Und das freut natürlich denjenigen, der das Bild oder das Video gepostet hat. Doch genau diese Aufmerksamkeit zusammen mit dem Glücksgefühl kann süchtig machen – vor allem wir, Mädchen im Alter von 12-17 Jahren, leiden häufiger an einer Social-Media-Sucht. 

Kennst Du die Situation? Du bist mit Deiner Freundin im Urlaub, Ihr macht gegenseitig von Euch Fotos am Wasser. Danach wird eine Vorauswahl getroffen und diskutiert, welches Foto Like-Garantie hat. Nun habt Ihr endlich eins gefunden. Gefühlte vier Stunden später, habt ihr es mit Filtern bearbeitet und endlich auf Instagram und Facebook veröffentlicht. Wo bleiben die Likes? 

Nach für Dich langen sechs Minuten wird Deine Mühe endlich mit ein paar Herzchen belohnt!

Und jetzt hat sich die ganze Arbeit endlich gelohnt, denn Du fühlst Dich gut. Doch nach ein paar Minuten fragst Du Dich, ob eine andere Pose nicht noch mehr Likes eingebracht hätte und prompt willst du mehr – mehr Komplimente in Form der digitalen Symbole. Social-Media-Sucht ist nicht zu unterschätzen!

Social-Media kann zur Sucht werden

Vielen geht es in den sozialen Netzwerken nur um die Anerkennung anderer – in Form von Kommentaren oder Likes. Dr. Diefenbach, Professorin für Wirtschaftspsychologie, sagt dazu gegenüber refinery29.de:

„Bei Social Media wird Glück quantifiziert. Durch die Struktur, die durch das Erstellen eines Profils vorgegeben wird, entsteht so etwas wie eine Schablone, die Kriterien nach denen jedes Leben bewertet wird.“

Führen wir ein gutes Leben? Nein, denn schließlich hat der Account einer Bekannten schon 100 Follower mehr. Im Prinzip sind alle Menschen irgendwo irgendwie nach Anerkennung und Komplimenten süchtig. Schwierig wird es nur, wenn man diese Sucht durch Social Media befriedigen will.

Abhängig von Likes: Social-Media-Sucht ist nicht harmlos

Natürlich könnte man sich die Bestätigung auch aus der Außenwelt holen – doch das ist viel schwieriger. Im Netz geht es einfach, man kann ein Muster erkennen, bei welchen Bildern man mehr Likes bekommt und kann es so „mechanisch“ erzwingen. Doch am Ende will man immer mehr – und landet in einem Teufelskreis.

Wir haben es buchstäblich in der Hand, wie viel Zeit wir am Handy und in den sozialen Netzwerken verbringen. Und ein Kompliment, dass außerhalb dieser Schweinwelt einem persönlich und keinem bearbeiteten Bild gemacht wird, ist am Ende doch immer noch das Schönste.

Auch die Stars sind jetzt schon auf den Social-Media-Detox-Riecher gekommen. Gigi Hadid zeigt sich kürzlich mit einem Warnzeichen, wie wir es von Zigarettenpackungen kennen, auf ihrer Handyhülle:"Social Media seriously harms your mental health." Auf deutsch: "Social Media schadet ernsthaft Deiner psychischen Gesundheit." Ob es sich nur um einen Mode-Gag handelt oder um ein wahres Statement. Wir wissen es nicht. Dennoch, der erste Schritt zur Veränderung, ist die Wahrnehmung! 

gigi hadid handy case

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