• Social-Media-Sucht: Wenn man von Likes abhängig wird

    Diese Art von Aufmerksamkeit macht vor allem Frauen süchtig

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Social-Media-Sucht: Wenn man von Likes abhängig wird

Egal, ob ein Daumen bei Facebook oder ein Herz bei Instagram: Sobald dieses kleine Symbol gedrückt wird, zeigt jemand seine Anerkennung für den Post.  Und das freut denjenigen, der das Bild oder das Video gepostet hat. Doch genau diese Aufmerksamkeit zusammen mit dem Glücksgefühl kann süchtig machen – vor allem Frauen leiden häufiger an einer Social-Media-Sucht. 

Mädchen mit Handy

Endlich haben einige dein Urlaubsfoto mit einem Herzen belohnt. Dafür hast du immerhin auch vier Stunden gebraucht – erst musstest du zu DEM Instagram-Spot für schöne Fotos in dem Ort fahren und bis es dann geschossen, ein wenig bearbeitet und für die Außenwelt bereit war, nun ja, da vergingen ein paar Stunden.

Und jetzt hat sich die ganze Arbeit endlich gelohnt, denn du fühlst dich gut. Doch nach ein paar Minuten fragst du dich, ob ein anderer Blickwinkel nicht noch mehr Likes eingebracht hätte und prompt willst du mehr – mehr Komplimente in Form der digitalen Symbole. Social-Media-Sucht ist nicht zu unterschätzen.

Social-Media kann zur Sucht werden

Vielen geht es in den sozialen Netzwerken nur um die Anerkennung anderer – in Form von Kommentaren oder Likes. Dr. Diefenbach, Professorin für Wirtschaftspsychologie, sagt dazu gegenüber refinery29.de: „Bei Social Media wird Glück quantifiziert. Durch die Struktur, die durch das Erstellen eines Profils vorgegeben wird, entsteht so etwas wie eine Schablone, die Kriterien nach denen jedes Leben bewertet wird.“

Führen wir ein gutes Leben? Nein, denn schließlich hat der Account einer Bekannten schon 100 Follower mehr. Im Prinzip sind alle Menschen irgendwo irgendwie nach Anerkennung und Komplimenten süchtig. Schwierig wird es nur, wenn man diese Sucht durch Social Media befriedigen will.

Abhängig von Likes: Social-Media-Sucht ist nicht harmlos

Natürlich könnte man sich die Bestätigung auch aus der Außenwelt holen – doch das ist viel schwieriger. Im Netz geht es einfach, man kann ein Muster erkennen, bei welchen Bildern man mehr Likes bekommt und kann es so „mechanisch“ erzwingen. Doch am Ende will man immer mehr – und landet in einem Teufelskreis.

Wir haben es buchstäblich in der Hand, wie viel Zeit wir am Handy und in den sozialen Netzwerken verbringen. Und ein Kompliment, dass außerhalb dieser Schweinwelt einem persönlich und keinem bearbeiteten Bild gemacht wird, ist am Ende doch immer noch das Schönste.

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