Nomophobie: 5 Anzeichen, dass du an dieser fiesen Psycho-Krankheit leidest

Nomophobie: 5 Anzeichen, dass du an dieser fiesen Psycho-Krankheit leidest

Dieses Kitzeln in den Fingern, wenn du weißt, dein Handy liegt neben dir, aber du kannst nicht darauf schauen. Oder dieses leere Gefühl, wenn du bemerkst, dass du ohne dein Handy aus dem Haus bist... 

© unsplash

Nichts ahnend gehst du aus dem Haus, spazierst vor dich hin, da fällt dir ein, dass du deiner BFF schnell eine Nachricht schicken willst. Du fängst an, in deiner Tasche zu wühlen, aber „Mist“ du findest dein Handy nicht gleich auf Anhieb. Daraufhin wühlst du panischer und immer schneller in deiner Tasche, bis dir plötzlich siedend heiß einfällt: „Ich habe mein Handy zu Hause liegen lassen!“ Das Gefühl, das dich danach überkommt, ist unbeschreiblich. Du fühlst dich seltsam, so allein, irgendwie von der Welt abgeschnitten und als ob etwas von dir fehlen würde. Dieses Szenario ist typisch für Nomophobie-Kranke.

Was genau ist Nomophobie?

Nomo... was? Nomophobie – das kommt aus dem Englischen und ist eine Abkürzung für „No-Mobile-Phone-Phobia“. Es bezeichnet quasi die neue „Krankheit“, unter welcher der Großteil der 18- bis 26-Jährigen laut einer Studie der Eötvös Lorand Universität aus Ungarn leidet und bedeutet schlichtweg, dass wir handysüchtig sind. Denn bis zu 85 Mal schauen wir im Normalfall täglich auf unser Handy.

Nomophobie: Die Studie

Bei Versuchen wurden die Probanden in zwei Gruppen aufgeteilt. Die einen mussten ihr Handy abgeben, die anderen nicht. Anschließend führten beide Gruppen Aufgaben aus und ihr Puls wurde gemessen. Fazit: Das Stresslevel der Teilnehmer ohne Handy war deutlich erhöht. Was so viel bedeutet wie, dass sie deutlich unter Entzugserscheinungen litten. Sie fühlten sich, wie oben beschrieben, von der Welt abgeschnitten. Gab man ihnen ein Handy, nicht einmal ihres, sondern irgendeines, waren sie gleich ruhiger.

Warum leidet man unter Nomophobie?

Aber warum ist dem so? Gerade für junge Leute ist das Handy das „Tor zur Außenwelt“. Hier können sie mit Freunden in Kontakt treten, erfahren was sonst noch so passiert und haben immer das Gefühl die ersten zu sein, die etwas erfahren.

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Anzeichen, dass du an Nomophobie leidest

Neben der bekannten Leere und Unruhe gibt es tatsächlich noch weitere Symptome dafür.

1. Du verlässt das Haus niemals ohne Powerbank 

Das Haus mit 10% Handyakku verlassen? Für dich unvorstellbar! Und wenn, dann hast du immer Ladekabel oder Powerbank parat.

2. Eigenständig nachdenken? Fehlanzeige!

Wann fährt die nächste Bahn? Was sind 25% von 50 Euro? Und wann war nochmal der erste Weltkrieg? Statt selbst nachzudenken, fragst du lieber Google, Wikipedia oder den Taschenrechner deines Smartphones.

3. Du bist immer erreichbar

Klingt im ersten Moment total positiv – aber mal ehrlich: Man muss nicht jede Nachricht innerhalb von zwei Minuten beantworten oder Instagram im Sekundentakt aktualisieren. 

4. Du lernst keine Leute kennen

Andere werden dauernd auf der Straße angesprochen, aber du nicht? Das wird nicht an deinem Aussehen liegen, sondern daran, dass du einfach ständig auf dein Handy schaust und nicht mehr mitbekommst, was um dich herum geschieht. 

5. Du verpasst ständig deinen Ausstieg!

Egal ob Bus oder Bahn: Ständig fährst du zwei Haltestellen zu weit! Kleiner Tipp: Handy weg. 

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Was tun gegen Nomophobie?

Eindeutig häufiger einmal darauf verzichten – das ist der einzige Ausweg. Man muss sich ja so nicht komplett von der Welt abschneiden. Es reicht schon, wenn wir uns mit Freunden treffen und dann in dieser Zeit einfach einmal bewusst nicht auf das Handy schauen. Ist auch für die Kommunikation mal wieder viel besser, wenn man sich ansieht und nicht jeder die ganze Zeit auf das Handy starrt. Oder versuch mal, wenn du Zeit mit deiner Familie verbringst, nicht auf das Handy zu schauen. Außerdem könntest du, wenn du mal kurz aus dem Haus gehst, dein Smartphone bewusst zu Hause lassen.

Das scheint nicht besonders viel zu sein, aber so lernst du zumindest etwas Abstand von deinem Handy zu bekommen. Vielleicht fallen dann das nächste Mal die Symptome der Nomophobie nicht ganz so stark aus und du erleidest keine halbe Panikattacke, wenn du mal wieder dein Handy vergisst oder der Akku leer ist.

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