• Essstörung: Was tun, wenn die beste Freundin magersüchtig ist?

    Wann und wie solltest Du mit ihr darüber reden?

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Essstörung: Was tun, wenn die beste Freundin magersüchtig ist?

Zu sehen, wie Deine beste Freundin immer dünner wird, ist schwierig – es anzusprechen ist noch schwieriger! 

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Nachtisch tabu. Eis – trotz Hitze – tabu. Klar, auf Süßigkeiten zu verzichten, klingt in erster Linie nicht dumm. Zähne und Hüften freuen sich bestimmt. Schlimm ist es nur, wenn man sich gar nichts mehr erlaubt, keine Ausnahmen macht. Wenn dann noch Nudeln, Reis, Brot, Pizza oder Burger – eben alles, was besonders Teenager lieben – von dem Speiseplan gestrichen werden, und zwar nicht nur für eine temporäre Diät, sondern über einen bedenklich langen Zeitraum, dann solltest Du beginnen, Dir Sorgen um Deine beste Freundin zu machen. 

Die einzigen Themen: Essen und Aussehen

Zu gerne würdest Du mit Deiner Freundin über Deinen Schwarm reden, aber alles, was sie interessiert, ist Essen, Aussehen und nochmal Essen. Spontanes Treffen bei Kaffee und Kuchen in dem neuen Cupcake-Laden? Fehlanzeige. Denn ihr Essens-Plan für die nächsten sieben Tage steht bereits. No excuses! Wenn Du sie dann trotzdem überreden konntest, streicht sie eben das Abendessen. Aber dennoch: Die Themen drehen sich andauernd um Essen oder Figurprobleme und nicht um Dinge, für die sich Teenager normalerweise interessieren.

Wie sprichst Du sie auf ihre Essstörung an?

Wenn diese Dinge auf Deine beste Freundin zutreffen, solltest Du sie auf ihr Problem ansprechen. Wichtig ist, das Ganze an einem ruhigen Ort unter vier Augen zu machen. Also nicht unbedingt im Klassenraum oder auf dem Schulhof, sondern eher beim Spazierengehen. Selbst, wenn mehrere Deiner Freundinnen in Sorge um die betroffene Person sind, sollte das Gespräch immer unter vier Augen stattfinden – sonst könnte sie sich in die Enge getrieben fühlen. 

Was Du nicht sagen solltest

Auf keinen Fall solltest Du das Gespräch mit „Du bist zu dünn“ beginnen. Denn damit würde sie sich höchstwahrscheinlich angegriffen fühlen und das Gespräch beenden. Ein besserer Start wäre: „Mir fällt auf, dass Du weniger isst und traurig wirkst. Ich habe das Gefühl, Dir geht es nicht gut.“ Daraufhin wird sich Deine Freundin vielleicht ertappt fühlen und das Ganze leugnen. was hilft? Dranbleiben und nach einer Weile nochmal ansprechen. Denn Deine Freundin braucht Zeit, um über sich nachzudenken. Falls sie sich öffnet, kannst Du ihr anbieten, sie zu einem Beratungsgespräch zu begleiten. Mehr kannst Du leider nicht tun. 

Sie ist nicht die Einzige

Wichtig ist auch, dass Du ihr verdeutlichst, nicht die Einzige mit dem Problem zu sein. Nach Schätzungen der Techniker Krankenkasse leiden rund 700.000 Menschen daran. Mehr als ein Fünftel aller Jugendlichen zwischen 11 und 17 Jahren in Deutschland, zeigen Symptome von Essstörungen. 

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