Die Farbe der Periode: Das bedeutet sie

Das sagt die Farbe deiner Periode über deine Gesundheit aus

Die Farbe der Periode verrät viel über unsere Gesundheit. Was genau bedeutet sie? Und worauf müssen wir achten? All das und mehr erfährst du hier!

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Die Periode gehört für uns Mädels einfach zum Alltag. Doch auch wenn wir diese Zeit manchmal als etwas anstrengend empfinden, hat unsere Periode eine sehr wichtige Funktion. Sie entgiftet unseren Körper und sagt zudem viel über unsere Gesundheit und unseren Hormonhaushalt aus. Deshalb sollten wir die Farbe unserer Periode immer ganz genau im Auge behalten. 

Das Allerwichtigste zuerst: Wenn sich deine Periodenblutung verändert und ganz plötzlich anders ist als sonst, solltest du auf jeden Fall zum Arzt gehen. Generell ist es wichtig, dass du alle 6 Monate zu deinem Frauenarzt oder deiner Frauenärztin gehst und dich gründlich checken lässt. Nur so können Krankheiten und Veränderungen an deiner Gebärmutter oder Brust, frühzeitig erkannt und geheilt werden. 

Rosa Farbe der Periode

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Wenn die Farbe der Periode in die rosa bzw. pinkfarbene Richtung geht, hat das etwas mit einem niedrigen Östrogenspiegel zu tun. Sollte diese Farbigkeit langfristig auftreten, kann das Risiko, an Osteoporose (Knochenbrüchigkeit) zu erkranken, steigen. Die rosa Farbe der Periode kann zum Beispiel an einer Unterernährung liegen. Aber auch wenn man an dem sogenannten PCO-Syndrom leidet, kann das Periodenblut eine rosa bis pinkfarbene Tönung haben. In diesem Fall solltest du am besten einen Gynäkologen aufsuchen, um dich durchchecken zu lassen.

Auch dein Scheidenausfluss verrät viel über deine Gesundheit.

Wässriges Menstruationsblut

 

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Auch wässriges Menstruationsblut kann auf Mangelerscheinungen hindeuten. Das kann, wie auch schon beim rosa Periodenblut, durch eine schlechte Ernährung oder eine Krankheit ausgelöst werden. Sollte zusätzlich zur durchsichtig-roten Farbe der Periode deine Blutung auch noch sehr schwach sein, solltest du dringend einen Arzt hinzuziehen.

Braune Farbe der Periode

 

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Eine braune Farbe der Periode tritt in den meisten Fällen zu Beginn und am Ende der Periode auf und hat nichts weiter Schlimmes zu bedeuten. Der bräunliche Farbton hat etwas damit zu tun, dass das Blut in dieser Zeit langsamer fließt und sich mit dem Sauerstoff verbindet und somit oxidiert. Wie auch normale Blutflecken nach dem Eintrocknen braun werden, kann das ebenfalls mit dem Blut im Tampon passieren, wenn er nicht häufig genug gewechselt wird. Doch das kann gefährlich werden, denn ein Mädchen ist fast am toxischen Schocksyndrom gestorben, nachdem sie 9 Tage ihr Tampon nicht gewechselt hatte.

 

 

Rote Periode mit Klümpchen

 

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Sobald die Periode eine dickflüssige Konsistenz und eine dunkelrote Färbung in Kombination mit Blutklumpen hat, sollten die Alarmglocken läuten. Denn dies spricht für einen hohen Östrogenspiegel und einen niedrigen Progesteronspiegel. In den meisten Fällen wird das von einer extrem starken Blutung begleitet. Das ist oft auf eine organische Ursache zurückzuführen, wie zum Beispiel Myome, Eileiterentzündungen oder Polypen. Dann heißt es: ab zum Arzt!

Natürlich löst sich bei der Periode immer etwas von der Gebärmutterschleimhaut ab. Es ist jedoch nur bis zu dem Zeitpunkt unbedenklich, solang das Menstruationsblut flüssig ist. Sobald es eine dicke Konsistenz erreicht, muss man sich untersuchen lassen. 

Rot-Graue Farbe der Periode

 

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Eine rot-gräuliche Farbe der Periode bedeutet leider in den meisten Fällen, dass die Betroffene unter einer Geschlechtskrankheit leidet. Aber auch starkes Jucken und Brennen sowie ein extrem unangenehmer Geruch weisen auf eine Erkrankung hin. Das sollte man auf jeden Fall von einem Gynäkologen untersuchen lassen.

Auch wenn die Menstruation bei vielen Menschen noch heute ein Tabuthema ist, ist es sehr wichtig, auf seinen Körper zu hören und genau darauf zu achten, dass auch alles in Ordnung ist. 

Wusstest du das schon? Das sagt das Alter deiner ersten Periode über deine Gesundheit aus.

 

Farbe ändert sich innerhalb des Zyklus

Die Blutfarbe kann sich während deiner Menstruation ändern und das ist völlig normal. Von hellem rot bis dunkelrot kann jede Farbe dazwischen dabei sein. Auch leichtes rosa sollte dir keine Sorgen bereiten. Da jeder Körper verschieden ist, sieht natürlich auch bei jedem Mädchen und jeder Frau die Blutung anders aus. Denk einfach daran, regelmäßg zum Frauenarzt zu gehen und behalte sowohl die Dauer, die Stärke und die Farbe deiner Monatsblutung im Blick. Wenn du bei deinem Periodenblut bedenken haben solltest, kannst du dich immer mit deinen Freundinnen austauschen. Falls dir eine Veränderung deiner Blutung auffallen sollte, ist es ratsam, wenn du dich von deinem Frauenarzt untersuchen lässt. 

Sind Schmierblutungen vor der Periode normal?

Schmierblutungen können vor der Periode auftreten und können somit ein Teil deiner Monatsblutung sein. Du solltest keinen Grund zur Sorge haben, wenn du beim Abwischen plötzlich feststellst, dass du einen rosafarbenen, roten oder sogar braunen Ausfluss hast. Eine Schmierblutung kann auftreten, wenn sich deine Hormone etwas verändert haben. 

Bei einigen Mädchen und Frauen kommen diese Schmierblutungen jeden Monat kurz vor der Periode, bei anderen nur ab und zu. Du hast deine Pille abgesetzt? Dann verändert sich zum Beispiel sehr viel in deinem Hormonhaushalt. Je nach dem wie lange du die Pille vorher genommen hast, muss sich dein Körper darauf einstellen, dass du keine Pille mehr nimmst. Auch Stress kann ein großer Faktor sein, der sich auf deine Monatsblutung auswirken kann. Wenn du dennoch dabei etwas skeptisch bist und Angst hast, kannst du jederzeit deinen Frauenarzt aufsuchen und nach Rat fragen. 

Wann treten Zwischenblutungen auf?

Zwischenblutungen treten außerhalb der normalen monatlichen Regelblutung auf. Diese meist schwache Schmierblutung kann viele verschiedene Ursachen haben und sollte in jedem Fall ärztlich abgeklärt werden, wenn sie häufiger auftreten. Ist die Blutung sehr stark, mit Schmerzen und körperlicher Schwäche verbunden, wird geraten, den Notarzt zu rufen. Eine Zwischenblutung sollte jede Frau ernst nehmen, im schlimmsten Fall könnte sie ein Hinweis auf eine schwere Erkrankung sein. 

Blutklumpen während Periodenblutung

Wenn du merkst, dass du Blutklumpen verliert, während deiner Tage, solltest du dir keine Sorgen machen. Das ist auch völlig normal. Auch wenn es vielleicht für einen kleinen Schockmoment sorgt. Wenn du beim Wechseln deiner Binde oder deines Tampons häufiger festfestellst, dass du Blutklumpen verlierst, ist es nur ein Zeichen dafür, dass deine Blutung etwas stärker ist. In der Regel hast du dann mit großer Wahrscheinlichkeit auch stärkere Unterleibschmerzen. Die Blutklumpen werden nämlich schwieriger abgestoßen vom Körper und daher entstehen die schmerzhaften Krämpfe. 

Woran erkenne ich die Blutklumpen?

Die Blutklumpen sind etwas fester, als das normale Blut, dass du sonst verlierst. Allerdings wirken die etwas gelartig. Die Blutklumpen sind ungefähr 0,5 bis 1 Zentimeter groß.

Unterschied zwischen Menstruationsblut und normalem Blut

Das Menstruationsblut unterscheidet sich etwas vom normalen Blut. Denn das Blut, dass wir während unserer Periode verlieren, besteht aus dem „normalen“ Blut, das wir kennen und der Rest besteht aus dem Blut, dass von der Gebärmutterschleimhaut abgestoßen wird. Das ist nämlich das Blut, das sich während des gesamen Monats ansammelt und die Gebärmutter auf eine mögliche Schwangerschaft vorbereitet. Unter anderem kommt noch Vaginalsekret und die unbefruchtete Eizelle heraus. Es klingt viel schlimmer, als es tatsächlich ist, denn am Ende ist es nur Blut! Hier kannst du alles nochmal genauer lesen.

Starke Unterleibschmerzen – Habe ich Endometriose?

Eine Endometriose, ist eine Krankheit, die bei einigen jungen Mädchen und Frauen während der Periode entstehen kann. Die Endometriose ist sehr schmerzhaft und mit starken Unterleibschmerzen zu vergleichen. Im schlimmsten Fall kann eine Endometriose zur Unfruchtbarkeit führen. Doch um keine Angst zu verbreiten, erklären wir euch, welche genauen Symptome für eine Endometriose sprechen und wie sie behandelt werden kann. 

Bei einer Endometriose wandern die Zellen, die der Gebärmutterschleimhaut sehr ähneln, an den falschen Platz. Mit dem falschen Platz sind beispielsweise die Blase, das Becken und die Eierstöcke gemeint. Frauen, die keine Kinder bekommen können, leiden manchmal auch unter der Endometriose. Manche Frauen und Mädchen merken erst nach Jahren, dass sie vielleicht von einer Endometriose betroffen sind. Sie ignorieren ihre starken Unterleibschmerzen, weil sie denken, dass sie nun mal zur Menstruationsblutung gehören. Wenn ihr also extrem starke Unterleibschmerzen habt, lasst euch von eurem Frauenarzt untersuchen.

Woran erkenne ich eine Endometriose genau?

Nicht jede Endometriose-Krankheit macht sich so bemerkbar, denn einige Frauen leben ohne Symptome und merken spät, dass sie davon betroffen sind. Trotzdem gibt es einige Symptome, die ein mögliches Anzeichen dafür sein können:

  • extrem starke Unterleibschmerzen während der Periode
  • Schmerzen im Unterbauch ohne Periode
  • Zwischemblutungen, starke Periodenblutung
  • Bauch- und Rückenschmerzen
  • Schmerzen beim Sex (danach oder währenddessen)
  • Schmerzen beim Wasserlassen und Stuhlgang
  • Blähungen
  • Durchfall
  • Verstopfung

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