Chlamydien: Was steckt hinter der Geschlechtskrankheit?

Chlamydien: Was steckt hinter der Geschlechtskrankheit?

Was genau sind Chlamydien und woran erkennt man, ob man an dieser Geschlechtskrankheit leidet?

Chlamydien Mädchen traurig krank
© UnsplashChlamydien: Wie erkennt man die Geschlechtskrankheit?

Eine Chlamydien-Infektion ist auf der Welt und auch in Deutschland die wohl am häufigsten verbreitete Geschlechtskrankheit. Die Bakterien "Chlamydia Trachomatis" werden vor allem durch ungeschützten Vaginalsex und Analsex über die Schleimhäute übertragen.

Das sind die Symptome

Symptome sind oft sehr leicht oder treten erst gar nicht auf. Aus diesem Grund wird die Krankheit manchmal gar nicht erkannt und unbewusst weitergetragen, ohne dass der Betroffene wusste, dass er die Infektion hat. Falls Symptome auftreten, dann meistens ein bis drei Wochen nach der Ansteckung.

  • seltsamer Ausfluss aus Scheide, Penis oder Po
  • Zwischenblutungen
  • Juckreiz an Scheide, Penis oder Po
  • Brennen beim Pinkeln
  • Schmerzen beim Pinkeln oder Stuhlgang
  • Schmerzen beim Sex

Sollte man eines oder mehrere dieser Symptome haben, sollte man umgehend einen Arzt aufsuchen, denn eine unbehandelte Chlamydien-Infektion kann bei Jungs und Mädchen zur Unfruchtbarkeit führen, wenn die Entzündung zu stark wird. So könnte man keine Kinder mehr bekommen oder zeugen. Außerdem kann die Entzündung bis auf die Gelenke ausstrahlen und außerdem steigt mit einer Chlamydien-Infektion das Risiko, sich bei ungeschütztem Sex mit HIV anzustecken. Mit Antibiotika bekommt man Chlamydien bei einer frühzeitigen Behandlung schnell in den Griff. Wenn du glaubst, dass du die Infektion hast, solltest du dich nicht schämen, einen Frauenarzt aufzusuchen. Während der Behandlung sollte man auf Sex verzichten.

Wie stellt der Arzt die Infektion fest?

Beim Arzt wird erst mal ein Abstrich gemacht und dann der Urin untersucht. Das tut auch nicht weh. Gewusst? Sexuell aktive junge Frauen bis einschließlich 24 Jahre können einmal im Jahr beim Arzt eine kostenlose Urinuntersuchung auf Chlamydien durchführen lassen.

Achtung: Es gibt auch Chlamydien-Tests, die man selbst zu Hause machen kann. Allerdings sind die oft ungenau und man sollte sich nie zu 100% auf das Ergebnis dieser Tests verlassen. Das Aufsuchen eines Arztes ist immer die bessere Wahl.

Wie schützt man sich vor Chlamydien?

Einen vollständigen Schutz gibt es nicht, aber bei Sex mit Kondom sinkt das Risiko einer Ansteckung gewaltig. Auch beim Oralsex schützen Kondome vor einer Ansteckung.

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