Selbstbefriedigung: Tipps für den Solo-Sex

Selbstbefriedigung: Tipps für den Solo-Sex

„Wie geht es denn nun genau?“ ist die Frage, die unsere Sex-Expertin Gabi am häufigsten von Euch gestellt bekommt. „Welche Technik ist die Beste?“, „Wie streichele ich mich zum Höhepunkt?“ oder „Sind auch Hilfsmittel erlaubt?“ gehören zu den Top 3 Fragen.

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Selbstbefriedigung ist nichts Verbotenes

Meist entdecken wir rein zufällig, dass bestimmte Körperstellen auf Berührungen empfindlich reagieren. Beim Einkuscheln in unsere Bettdecke, beim Duschen oder beim Fahrradfahren. Haben wir unsere Lust erst einmal entdeckt, wollen wir dieses Gefühl immer wieder erleben. Und so legen wir selber Hand an. Nicht immer ohne schlechtes Gewissen. Viele Mädchen fühlen sich bei der weiblichen Masturbation schuldig, weil sie glauben, etwas Verbotenes zu tun. Dabei ist es völlig normal, denn 86 Prozent aller Jungs geben zu, sich regelmäßig selbst zu befriedigen – und bei uns Mädchen sind es sogar 90 Prozent. Außerdem ist Selbstbefriedigung wichtig, um Deinen Körper besser kennenzulernen. So kannst Du auch Deinem Liebsten im Bett genau sagen, wie Du gerne berührt werden möchtest.

So geht's

Jedes Mädchen hat seine eigene Masturbations-Technik - einen ultimativen Guide, wie man sich am besten zum Orgasmus streichelt, gibt es nicht. Was Spaß macht und Lust verschafft bei der weiblichen Masturbation, ist von Mädchen zu Mädchen verschieden.

Darum heißt es ausprobieren, den eigenen Körper entdecken und spüren, was sich gut anfühlt. 72 Prozent der Mädchen befriedigen sich selbst, während sie auf dem Rücken liegen – die Beine sind entweder angewinkelt, gespreizt oder geschlossen. Du kannst selber austesten, was Dir bei der Masturbation am besten gefällt. Hast Du eine bequeme Position gefunden, kannst Du versuchen, Deinen Kitzler mit einem oder zwei Fingern zu reiben, zu klopfen, zu zupfen oder zu umkreisen – mal langsamer und mal schneller.

Bei der Masturbation ist, genau wie beim Sex mit einem Jungen, aber nicht nur der Kitzler für Zärtlichkeiten empfindlich. Die gesamte Gegend oberhalb, seitlich und unterhalb der Klitoris ist höchst sensibel. Viele finden es deshalb angenehm, mit dem Handballen auf die ganze Region von Kitzler und Scheide zu drücken. Wenn es Dir gefällt, kannst Du währenddessen mit der anderen Hand deine Brüste, Deinen Bauch oder die Innenseiten Deiner Oberschenkel streicheln. Bei manchen Mädchen ist die Klitoris so empfindlich, dass sie sie nicht direkt berühren möchten. Sie finden es schöner, sie mit einer Decke oder einem Kissen zu reizen. Und 5 Prozent finden es aufregend, auf dem Bauch zu liegen, während sie sich selbst befriedigen. Geh' mit Deinem Körper auf Entdeckungsreise und finde heraus, was Dir Lust verschafft!

Diese Pflegeprodukte kannst du als Gleitmittel benutzen

In der Regel hilft natürlich Spucke, damit das Erlebnis etwas intensiver wird und es nicht all zu trocken ist. Allerdings gibt es neben Spucke und herkömmlichen Gleitmittel auch Öl, das du hervorragend für die Selbstbefriedigung verwenden kannst: Süßes Mandelöl zum Beispiel. Wenn du damit noch nicht ganz vertraut bist, kannst du deinen Körper und regelmäßig mit dem Öl eincremen und dich so langsam an das Gefühl herantasten. Genieße die Bewegungen, die durch das Öl viel intensiver werden. 

Muss ich mich bei der Selbstbefriedigung bewegen?

Beim Sex gehört die Bewegung der Körper dazu und der richtige Rhythmus beider Partner ist sehr wichtig – denn nur so kann guter Sex funktionieren, der auf beide Partner abgestimmt ist und somit harmoniert. Doch muss man das auch bei der Selbstbefriedigung berücksichtigen? Ja und Nein. Einigen Frauen hilft es, wenn man seinen Körper, während man sich selber verwöhnt, bewegt. Die Berührungen werden intensiver wahrgenommen. Durch die Bewegung wird die Durchblutung angeregt – daher nehmt ihr die Berührungen, die ihr mit euren Fingern macht, besser wahr. 

Selbstbefriedigung: Alles Übungssache

Es ist generell wichtig, wenn ihr euch mit eurem Körper vertraut macht und euch nun sicher seid, dass ihr bereit für die Selbstbefriedigung seid. Ihr verspürt ein Verlangen danach und wollt euch informieren, was es dabei zu berücksichtigen gibt. So weit, so gut. Ihr habt alles richtig gemacht. Ihr werdet sicherlich viele Tipps und Tricks gelesen haben und dennoch müsst ihr selber herausfinden, welche Bewegungen euch am besten gefallen und wie ihr euch selbst am besten zum Orgasmus bringen könnt. Es ist alles reine Übungssache und ihr seid eure beste Lehrerin! Wenn ihr anfangs nichts davon als Erregend empfindet, dürft ihr nicht sofort enttäuscht sein. Es ist alles gut und alles braucht seine Zeit. Je öfter ihr euch streichelt und euch mit den Händen oder mit Spielzeug selbst verwöhnt, werden die Berührungen von Mal zu Mal auch empfindlicher, bis ihr anfangt eine Stimulation zu spüren. Merkt euch: Die empfindlichen Stellen müsst ihr erst wachstreicheln!

Orte

Genau wie die Position in der du dich befriedigst, spielt auch der Ort eine Rolle. Wie wäre es mit einem heißen Bad mit rotem Badesalz und Kerzenschein? Allein der Gedanke daran ist bei den kalten Temperaturen schon körpererwärmend. Wenn du es etwas wilder magst, kann auch die Befriedigung mit dem Duschkopf ein berauschendes Erlebnis sein. In der Öffentlichkeit solltest du die Stimulation jedoch lieber vermeiden. Das öffentliche Masturbieren in Absprache mit den Beteiligten ist zwar in Grenzfällen erlaubt, dennoch gegenüber fremden, unwilligen Personen, wie es zum Beispiel im Park der Fall wäre strafbar. 

Stimmung

Auch die Stimmung kann Einfluss auf dein Masturbationserlebnis haben. Ist das Licht zu hell, fühlt du dich womöglich nicht wohl und bist unentspannt. Vielleicht hilft dir deine Lieblingsmusik, um in Stimmung zu kommen. Du wirst nicht richtig feucht? Versuche es doch mal mit einem Gleitgel

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Ihr habt spontan Lust bekommen, aber kein Gleitgel parat? Kein Gleitgel, kein Problem! Weiterlesen

Übrigens, falls Du Dich fragen solltest, wie viel Selbstbefriedigung normal ist: Normal ist, was gefällt! Deswegen gibt es kein „zu viel“. Wenn Du Lust auf Solo-Sex hast, dann tu’s einfach!

Sexspielzeuge: Hilfsmittel können den Solo-Sex intensivieren

Du darfst ruhig zu Hilfsmitteln greifen. Wer es schon öfter getan hat, der weiß, dass nicht nur die Berührungen antörnend sind.

Der Motor für Deine sexuelle Erregung ist Deine Fantasie, die sich während der Selbstbefriedigung meist verselbstständigt. So stellen sich Mädchen, die noch nie zuvor Sex hatten, vor, wie sie es mit ihrem Schwarm, einem Star oder einem völlig Fremden tun. Und auf einmal ist die Lust da, den Penis in der Scheide zu spüren. Wer sich dann einen Finger oder einen penisähnlichen Gegenstand einführt, kann so den Sex zu zweit erleben – wenn auch nur in Gedanken. Aber das Beste daran: Du kannst es tun, wann und so oft du es willst. Wenn dir Dein Finger für den Sex allein nicht ausreicht, kannst du auch zu Hilfsmitteln greifen. Hier gibt es mehrere Optionen, die du für dich ausprobieren und entdecken kannst. Dennoch sollte deine Gesundheit auch hier an erster Stelle stehen. Verwende lieber geprüfte Vibratoren und Dildos, um dein Vergnügen zu optimieren. 

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Diese Gegenstände solltest du lieber meiden und nicht in deine Scheide einführen: 

1. Wenn man eine offene Flasche in der Scheide auf und ab bewegt, entsteht ein Unterdruck und die Flasche steckt nach kurzer Zeit in der Vagina fest. Da hilft nur noch der Arzt.

2. Verboten sind spitze Gegenstände – da könnte man sich leicht die empfindlichen Scheidenschleimhäute verletzen.

3. Gemüse und Obst haben Keime, die zu Entzündungen führen und außerdem brechen könnten. 

4. Geeignet sind nur speziell hergestellte hygienische Toys – die gibt es allerdings erst ab 18 Jahren.

Mehr zum Thema findest du auch im Sex-Forum von Mädchen.de!

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